wie „auf den Bus warten“

So fühle ich mich grad. Ich warte auf den Bus!

Morgen gehts wieder heim. Sitze im Hotel etwa 80mi vor Atlanta und warte darauf das es wieder heim geht. Lasse mir so die letzten Tage schon immer mal wieder diese Reise vor dem inneren Auge vorbei laufen wie einen Film.
Manches erscheint mir sehr weit weg. Eigentlich alles. Manche Sachen fallen mir sogar einfach „wieder ein“ die ich schon vergessen hatte.

Josch oben in den Bergen in der verrauchten Bar.
Das merkwürdig ängstliche und euphorische Gefühl in Atlanta vor dem Flughafen zu stehen und zu sagen „Jo, jetzt biste hier. Und nu?“
Das erschrecken ob der ungleichheit die hier Tür an Tür zu finden ist. Bittere Armut und Reichtum sind hier Nachbarn.
Die herzlichen Menschen die mir auf meiner Tour so oft geholfen haben. Ich war ja schliesslich allein hier, mit nem uralten Auto aber mit nem Plan. Eben keinen Plan zu haben, einfach sehen hören und riechen zu wollen.
Die Erkenntnis das all dieses freundliche die grausame Oberflächlichkeit verdeckt die leider doch bei vielen zu spüren ist. Wenn man eben hinter die Fassade schaut.

Sami mich vor ein par Tagen gefragt wo es mir denn in den Staaten am besten gefallen hat. Ich konnt es ihm nicht beantworten. Ich suche seither vergebens nach einer Atwort. Einfallen will mir keine.
Oben im Norden? Long Island? Ganz unten im Süden? Garcia’s Werkstatt in St. Louis mit all den schönen Autos? Oder die Zeit in meiner alten Dame?
Ich kann daran rumgübeln wie ich will. Denke nicht das ich es sagen kann.
Was ich aber weiss ist das ich das nächste Mal in den Staaten definitv die Wetsküste und die Wüstenstaaten besuchen werde. Und so wie ich grad ticke dann mit dem Motorrad. Das Cabrio hat schon viel geholfen. Allein der Gerüche wegen. Man riecht das BBQ im Süden der Staaten, die Wälder, das Meer. Das geht nicht wenn alles zu ist.

Hat meine „Reise ins Ich“ fuktioniert? Ich weiss es nicht. Die grosse lebensverändernde Erkenntnis über mich selbst ist mir zumindst nicht gekommen.
War es die richtige Entscheidung so die letzten sieben Wochen zu verbringen? Ja, auf jeden Fall!

Nun ja, und jetzt sitz ich hier, die Klima dröhnt und ich warte auf den Bus.

Texas Baby!!

Den Punkt „mal die grossen Wummen schiessen“ auf meiner bucket list habe ich mir für die Zeit mit Sami hier aufgehoben.

Also wir rein bis nach San Antonio und entschieden das ist hier Texas genug.
Google auf und „Bullet Hole“ gefunden.

Von aussen eher unscheinbare kleine Bracke und wir einfach eingestapft und gefragt ob man denn nebner einer Lane zum schiessen auch gleich die passende Wumme mieten könne!

Ja klar, alles was ihr beiden Irren hier seht und das was ich im Save habe! 😳

Wir also mal „zusammengestellt“ was wir schiessen wollen.

Wir also wie die Kinder im Süsswarenladen da gestanden und gar nicht gewusst was zu erst. Und alle anderen im Raum schauten uns mit mehr oder weniger Verstöndnisslosigkeit und Verwirrung an. Sami und ich packen die Wummen in den imaginären Warenkorb.
Ich hatte AW50 schon immer auf meiner Liste und der Rest war dann im Save.
Also Kaliber 50, eine Greace-Gun und eine klassische Glock.
Da war noch viel viel mehr, aber irgendwie muss mans ja auch noch zahlen können. Und die Frage mit wasd Anfangen war auch schwierig. Kann ich mich nach der Kaliber 50 überhaupt noch bewegen?

Aber egal, wir fangen mit der Kalibver 50 an. Paul, den Instruktor dazu und uns zum Schiesstand bewegt, unsere Zielscheiben unterm Arm.
Mulmigen Gedfühl wenn da eben noch mit Sturmgewehren nach von gehalten wurde und Du dann jetzt Zielscheiben hängst.
Zumal, das Thema Sicherheit wird zwar hier überall hoch gehalten, aber wohl eher nicht am Schiesstand. Wir haben uns da sehr sehr frei bewegt mit geladenen automatischen Waffen!

Egal, ich zu erst ran. Die Knifte ist verdammt gross!

Paul, der Instruktor. 80 Jahre und schon halb taub

Und der Tenor der umherstehenden war so in der Art „Hey, you guy wonna shoot with this big mama?! 😳 Ja, machen wir!

Hier das Video im gesamten. Also auch zur Greacegun und zurt Glock.

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Erst mal leer gezielt unf abgerdrückt, dann die Mumpel rein.

Freilich dann mit Gehörschutz!

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Das ist der Hammer!! Das versetzt einem einen Tritt gegen die Schulter das es nur so kracht. 5 Schuss jeder, und die haben mir aber auch genügt. Mehr musste nicht.
Dazu sei gesagt, es ist echt hard auf die Distanz schon zielgenau zu sein. Und ich kann das eigentlich eher gut als schlecht.

Und dann ab zur Greace Gun.
Was hab ich mich auf die Wumme gefreut… fast mehr als auf das Kaliber .50!
Diese hatte einen Schalldämpfer! Also war kein grosser Krach zu erwarten. Auch der Recoil sollte sich durch durch das Gewicht von in Grenzen halten.

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Faszinierend mit einer so alten Waffe umgehen zu dürfen. Die Wumme ist aus der Zeit zu Begin des zweiten Weltkriegs. Und ich stelle mir grad vor wie man damit im Eifer de Gefächtes mit max 17 Schuss pro Magazin versucht seine Stellung zu halten oder wo rein zu kommen.

Als nächstes die Glock. Ich hatte zuvor ja noch nie Faustfeuerwaffen geschossen aber ja irgendwie nen Hang zu. Wieder 9mm.
Die Waffe ist erstaunlich leicht und sehr leicht präzise zu handlen.

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Alles in allem bereue ich die Kohle nicht!

Was für eine Erfahrung mit derart amtlicherm Gerät umgehen zu dürfen.
Samit hatte nen Kollegen der als Berunfssoldat in DE unterwegs ist dafün geschrieben und Videos geschickt. Die Aussgwen zur .50 Kaliber waren ala „Ja, da haben wür mal eine von weitem gesehen aber nie anfassen dürfen“ und zur Greasegun „Von der haben wir mal was gehört, aber habe nie eine gesehen“. Herrlich, haben wir am Parkplatz hinter dem O’Briens gesessen und abgefeiert. Die rechte Schulter leicht schmerzend das Bier aus der Kühlbox gezogen.

NASCAR Hall of Fame

Nachdem wir Bristol wieder den Rücken gekehrt haben ging es so langsam richtung Atlanta. Es ist Sonntag und der Flieger geht am Dienstag.

So langsam realisiere ich das die Tour zu Ende geht. Ich mag jetzt dann aber auch heim. Und gleichzeitig will ich hier bleiben. Aber ich weiss schon gar nimmer wo ich überall war. Zudem gehen meine Gefanken ganz fest gen neue Tour später und ich vermisse meine Mädels sehr.

Aber hey, erst mal gen Süden und nach Charlotte. Dort ist die NASCAR Zentrale mit der Hall of Fame und den ganzen Rennställen. Die Rennställe haben zwar zu aber die Hall of Fame ist offen!

Das „Museum“ ist eigentlich recht klein. Dafür kann man in Simulator fahren und auch als Rennen gegeneinander. Und es sind die ganzen legendären Karren ausgestellt. Und freilich die Namen gebende „Hall of Fame“. Eine Art Wandelhalle in der man zu jedem Hall of Fame Member ein kleines Video sehen kann.

Beeindruckend!